Donnerstag, 27. April 2017

Ein wildes Wochenende mit Wellness, Weisheit und Wassergymnastik

Liebe Ladies,

normalerweise ist meine Stimmung ja heiter statt wolkig – aber dieses spätwinterliche Grau-in-Grau-Wetter da draußen hat mir so sehr die Laune verhagelt, dass ich mich am liebsten bei Petrus persönlich beschwert  hätte. Nur leider hatte ich seine E-Mail-Adresse nicht.  Spaß beiseite und keine Sorge: Ich rede nicht über’s Wetter, weil ich sonst nichts zu erzählen habe. Ganz im Gegenteil! Dank der miesen Witterung hatte ich gerade ein echt heißes, feucht-fröhliches Weekend – und seitdem ist mein Gemüt trotz Wolkendecke so sonnig wie ein Sommertag auf Capri.

Das klingt, als hätte ich mich mit dem Ryan Gosling meines Herzens in einem Fünf-Sterne-Hotel durch seidene Laken gewälzt? Falsch - die Wahrheit ist nämlich: Für das perfekte Wochenende braucht  frau vielleicht ein bisschen Luxus – aber ganz sicher keinen Mann. Wobei, ich gebe es zu, ein männliches Exemplar hatte mich dann doch ganz gut im Griff: Mark mit den magischen Händen hat meinen Körper am Samstag kräftig-sanft durchgeknetet. Aber hey, rein professionell: Die Ganzkörper-Relax-Massage mit dufter Aromaöl- Einreibung war inbegriffen – im Fünf-Sterne-deluxe-Wellnesspackage. Genau das habe ich spontan mit meinen beiden besten Freundinnen gebucht, als wir drei letztens vor lauwarmem Café Latte saßen und guckten wie sieben Tage Regenwetter (zu recht). Obendrein kam doofer Job-Stress, eine allgemeine Flirt-Flaute und Frühjahrs-Frust einfach mal so aus Prinzip. „So geht das nicht!“, hab ich gerufen. Schließlich lautet eins unserer „Goldenen Girls- Gesetze“: „Wenn dich was stört, Puppe, dann ändere es.“

Tja, wie gesagt, dummerweise habe ich die Mailadresse von Petrus nicht, am Wetter war also nix zu machen. Aber an unserer Stimmung. Nach 30 Minuten intensiver Beratung stand der Drei-Punkte-Plan zur Rettung unserer  guten Laune. Et Voilà.
Punkt eins: Wir schenken uns Glück in Taschen. Genauer: Handtaschen. Jede bestellt innerhalb der nächsten 12 Stunden eine very trendy Bag.
Punkt zwei: Das Glück trägt Bademantel! Sofortige Buchung eines Wellness-Wochenendes in einem Sternehotel.
Punkt drei: Das Glück ist ne Schnulze. Oder auch zwei oder drei. Zeitnahes Hintereinander- weg-Gucken unserer Lieblings-Tränchen-Filme  „P.S. Ich liebe dich“ (schluchz), „Tatsächlich Liebe! (Hugh) und „Before Midnight“ (seufz)

Ganz wesentlich ist übrigens die akkurate Einhaltung  einer Best-Friend-Happiness-Agenda. Das bedeutet: Auf Kontostand, Kleiderschrank und Kaloriengehalt wird keine Rücksicht genommen. Die Lage ist zu ernst für falschen Geiz: Somit ist es unerheblich, ob mein netter Bankberater mir ganz dringend  vom Kurzurlaub im Luxus-Spa abraten würde. Es spielt auch überhaupt keine Rolle, dass ich mindestens 342 Handtaschen im Schrank hängen habe. Ich bestelle mir die House of Envy Mermaid Bag ja nicht  aus Übermut. Sondern aus therapeutischen Gründen – nicht für mich, sondern für mein Seelenheil, sozusagen.  Aus dem gleichen Grund haben wir auch das Detox- und Entschlackungsmenü gleich am ersten Tag storniert – das wäre einfach zu ungesund für unsere Laune gewesen. Speckröllchen statt Smoothies, das war es uns wert. Der Bikini spannt jetzt ein bisschen, aber den trage ich frühestens im Sommer wieder. Jetzt freue ich mich über meine neue happy Handtasche. Das Tolle ist ja: Winterspeck hin oder her, die passen einfach immer perfekt! Auch zu meinem XXL-Trenchcoat, den ich wieder aus dem Schrank geholt habe. Ach, irgendwie mag ich dieses Schmuddelwetter ja doch …

Eure,

Miss Envy